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Achim
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Alter: 46
Anmeldungsdatum: 07.04.2004
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BeitragVerfasst: Mo Nov 14, 2005 10:55 am  Titel:  Kunst Stilrichtung - der Künstler als Sklave eines Wortes... Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich bin eigentlich davon überzeugt, dass der Künstler selbst sich nicht irgendwas unterordnen sollte, denn dadurch verliert er seine eigene Kreativität und Ausdrucksweise.
Er würde sich zu vielem verschließen.
Sklave eines Wortes...

Aber die mächtigen Kunstkenner u.a. auch Galeristen brauchen Versklavung, Schubladendenken, Zuordnug, Vereinheitlichung, Bewertung, Abgrenzung ...

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kehrt man ihm dem Rücken zu erschlägt es einen.
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Löwe Geschlecht:Männlich Tiger OfflinePersönliche Galerie von AchimBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenWebsite dieses Benutzers besuchenICQ-Nummer
Sirima
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Alter: 52
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Beiträge: 41

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BeitragVerfasst: Mo Nov 14, 2005 11:32 am  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Der Künstler, so denke ich, bringt sich selbst zum Ausdruck, seine Botschaft... Kunst kann durchaus als Waffe in der Zeit verstanden werden, wenn Künstler ihre Meinung darstellen... gegen Kindesmissbrauch, gegen den Krieg, gegen Korruption usw... Kunst kann wach rütteln - auch erotische Kunst (Thema in einem anderen Thread) kann zum weiter denken anregen.
Das Schwert ist zweischneidig... bleibe ich bei meinem Stil, "verkaufe " ich mich nicht, wenn ich den Galeristen nicht gefalle...
Gut, ich als Hobbykünstler habe es da relativ einfach, ich selbst zu sein,denn ich lebe ja nicht von meiner Kunst...
Also muss ein Künstler, will er er selbst sein... nur die richtigen Galeristen und Kunstkenner suchen... und von sich überzeugen?
siri


Wassermann Geschlecht:Weiblich Ziege OfflinePersönliche Galerie von SirimaBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenWebsite dieses Benutzers besuchen
Achim
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Alter: 46
Anmeldungsdatum: 07.04.2004
Beiträge: 1006
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BeitragVerfasst: Mo Nov 14, 2005 1:17 pm  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Autodidakt ist die positiv zu bewertende Eigenschaft Wissen zu einem Thema selbständig zu lernen.
Bedeutet hiermit auch, in keinen vorgetretenen Pfaden zu gehen, denn man muß nicht, man will.
Dies ist für viele der Motor wirklich gut zu sein.
Klar wird man immer wieder Hauptströmungen eingegliedert, aber man sollte diese eben nicht als feste Einordnung bewerten, was von vielen Verkäufern (Galeristen...) allerdings so gehandhabt wird, dass wie Video bleibt Video
Sureale Künstler als Produkt sureal zu bleiben haben.

Vieleicht ist es ähnlich wie in der Musik
als kleine Band macht man seine eigene Mucke
wird man vermarktet muss man solange den Vorgaben der Musikindustrie folgen, bis man groß genug ist wieder eigene Mucke zu machen

totlacher

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Löwe Geschlecht:Männlich Tiger OfflinePersönliche Galerie von AchimBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenWebsite dieses Benutzers besuchenICQ-Nummer
illugraf
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Alter: 36
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BeitragVerfasst: Mo Nov 14, 2005 3:32 pm  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich glaube nicht, dass ein Künstler seine Kreativität und Ausdrucksweise verliert, wenn er sich einer Sache unterordnet. Im Gegenteil: wenn z.B. jemand wie Franz Marc sich den Impressionisten anschließt, gewinnt er ja eine neue Ausdrucksweise - nämlich die des Impressionismus. Und er tat das ja nicht, weil das gerade so populär war, sondern weil er darin einen Stil fand, der es ihm ermöglichte, seine eigene Bildsprache zu entwickeln und diese allgemeinverständlich zu machen. Die Entscheidung, ausschließlich bei dieser Stilrichtung zu bleiben, blieb ihm ja selbst überlassen. Kunst und Stil sind deshalb so eng miteinander verbunden, weil Kunst IMMER eine Form von Kommunikation ist. Und zur Kommunikation gehören immer mindestens zwei Personen, die eine gemeinsame Sprache sprechen. So ist eine Unterordnung - und sei es nur temporär - nichts Negatives, sondern eine notwendige Sache, um verstanden zu werden. Der Komerz ist das große Problem für Kreativität und Ausdrucksweise. Von daher ist Dein Beispiel mit der Musik eigentlich ganz gut: ACDC sind seit über 30 Jahren ihrem Stil treu geblieben und nicht irgendwann mal auf die Idee gekommen, plötzlich Volkstümliche Musik zu machen.

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Skorpion Geschlecht:Männlich Ratte OfflinePersönliche Galerie von illugrafBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenWebsite dieses Benutzers besuchen
Sirima
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Alter: 52
Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beiträge: 41

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BeitragVerfasst: Mo Nov 14, 2005 4:54 pm  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Das, so denke ich, ist eine Frage der Sichtweise, was der einzelne als Unterordnung empfindet... unterordnen unter ungeliebte Themen z.B. , ich glaub nicht, dass Impressionisten nun plötzlich Naive Art zeichnen sollten - hätten sie auch nicht gekonnt. Die eigene Malweise des Künstlers wird wohl nicht betroffen sein, eher die Themenwahl und das, was gerade "in" ist und sich verkauft.... Beispiel "mal mal Weihnachtsengel, die verkaufen sich sicher gut jetzt". Mir aber ist nach Herbstlandschaft... da gerade der Herbst mit seiner Farbexplosion momentan besonders stimuliert, eingefangen und ausgedrückt werden will.
Unterordnung wäre auch in bestimmten Systemen (ich denke an die Vergangenheit und gar nicht weit zurück... an fröhliche Arbeiter und Bauern - egal ob sozialistisch realistisch oder kubistisch oder wie auch immer... Hauptsache das Leben im Sozialismus macht Spaß - ist die Aussage des Bildes...
Liebe Grüße
(auf dem highway to hell)
sirima.


Wassermann Geschlecht:Weiblich Ziege OfflinePersönliche Galerie von SirimaBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenWebsite dieses Benutzers besuchen
illugraf
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Alter: 36
Anmeldungsdatum: 02.08.2005
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BeitragVerfasst: Mo Nov 14, 2005 6:37 pm  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
Das, so denke ich, ist eine Frage der Sichtweise, was der einzelne als Unterordnung empfindet... unterordnen unter ungeliebte Themen z.B.

Gemeint war doch hier die Unterordung in einer Stilrichtung, das Kategorisieren, Zuordnen etc., was Galeristen und 'Kunstkenner' gerne machen. Eigentlich bleibt es jedem Künstler selbst überlassen, ob er sich unterordnen oder besser zuordnen lässt, oder mit welchem Galeristen er zusammenarbeitet.
Das diese Freiheit in eine kurzen und unrühmlichen Epoche unseres Landes unterdrückt wurde, ist ja wieder eine andere Sache.

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joerghst
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Alter: 61
Anmeldungsdatum: 14.10.2005
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BeitragVerfasst: Mo Nov 14, 2005 6:55 pm  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich bin ja recht neu in diesem Forum und habe mich bisher noch nicht eingebracht...
Der Kommerz ist nach meiner Erfahrung schon eine starke Kreativitätsbremse: "Male doch mal wieder Mohnblumenfelder mit einer Kirche im Hintergrund, die werden so gerne von den Touristen gekauft" bat mich eine Galeristin, weil ein solches Bild von mir postwendend verkauft werden konnte. Da ich (noch) nicht von der Malerei leben muß, konnte ich diesem Wunsch bisher widerstehen. Der Gedanke an die sog. "Auftragsarbeiten" drängt sich hier förmlich auf.
Andererseits lebt der Künstler in der realen Welt, die nun mal heute vom Kommerz und Konsum regiert wird und muß sich - mehr oder weniger - damit arrangieren.
Es ist auf jeden Fall eine Gratwanderung, den "richtigen" Weg zwischen Kreativität und Kommerz zu finden.
Das Beispiel mit der "Mucke" des Musikers kann ich aus jahrelanger Erfahrung als solcher nachvollziehen. Letztlich hat mich die Stagnation der Kreativität in der Musik durch eben diese Mucke zur Malerei "getrieben", die mir zwischenzeitlich einen völlig anderen - kreativeren - Zugang zur Musik beschert hat.
LG Jörg


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illugraf
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Alter: 36
Anmeldungsdatum: 02.08.2005
Beiträge: 5

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BeitragVerfasst: Mo Nov 14, 2005 7:36 pm  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Aber selbst die 'Großen' in der Kunstgeschichte hatten bei diesem Thema ganz gegensätzliche Meinungen.
So sagte Picasso einst: "Ein Maler ist ein Mann, der malt, was er verkauft. Ein Künstler ist dagegen ein Mann, der verkauft, was er malt."
Wohingegen Henri Matisse sagte :„Ich mag das Wort Künstler nicht. Wir sind Handwerker.“
Und Josef Beuys behauptete, dass jeder Mensch ein Künstler sei.
Ich glaube, in jeder dieser Aussagen steckt ein Fünkchen Wahheit. Jeder, der Kunst um der Kunst willen macht, bekommt früher oder später die Gelegenheit, seine Kunst auch zu verkaufen, wenn er sich darum bemüht.

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Gast







BeitragVerfasst: Mo Nov 14, 2005 7:52 pm  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

hallo!

ich hab jetzt nicht alles gelesen, also sorry, falls einiges sich wiederholt.

jemand schreibt, dass der kommerz eine kreativitätsbremse ist. auf eine art stimmt es, denn man "erfindet" eine komposition und stellt fest, dass diese schon längst mit computergraphiken gestaltet wurde. es hat dann keinen reiz mehr dies darzustellen. dass der kommerz die wünsche der kunden beeinflusst, ist auch logisch. allerdings ging das schon michelangelo so. von daher wird der künstler immer ein brücke zwischen seiner welt und der realen welt bauen müssen. man muss versuchen sich selbst und den anderen gerecht zu werden. doch hat man nicht oft genug gelernt, dass gerade diejenigen, die nur sich selbst gerecht wurden, die größten unter allen waren?ich spreche da vor allem jetzt die expressionisten des 19. jahrhunderts an.

"Ich bin eigentlich davon überzeugt, dass der Künstler selbst sich nicht irgendwas unterordnen sollte, denn dadurch verliert er seine eigene Kreativität und Ausdrucksweise. "
- sich was unterordnen? der gesellschaft? sollte es so sein, so kann ich dem nicht zustimmen. resultiert kunst nicht erst aus der gesellschaft? einen Postboten zu malen, wie es die realisten taten, hatte nur bedeutung weil er in den köpfen der menschen eine bestimmte rolle übernommen hat. es ist richtig, man sollte sich nicht in ein schema drücken lassen (falls das gemeint ist), aber nie den blick dafür verlieren, was vorhanden ist.
beispiel: Gesetze, sind sie doch ein Werkzeug, geschaffen von menschen, so sind sie wichtig und dennoch etwas, dessen grenzen nur durch den Menschen eingehalten werden. Sollte jemand sagen "dass kannst du nicht zeichnen"..so sind das nur auferlegte Zwänge, Gesellschaftsformen.

so ich wollte jetzt noch was schreiben, aber ich habs vergessen:/


  
illugraf
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BeitragVerfasst: Mo Nov 14, 2005 8:28 pm  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
doch hat man nicht oft genug gelernt, dass gerade diejenigen, die nur sich selbst gerecht wurden, die größten unter allen waren?ich spreche da vor allem jetzt die expressionisten des 19. jahrhunderts an.

Stimmt so nicht ganz. Auch die 'großen Expressionisten' schlossen sich erst diversen Stilrichtungen an, bis sie dann irgendwann zum Expressionismus kamen oder ihn begründeten. Neue Stilrichtungen entstehen meistens dort, wo Grenzen überschritten werden, die von Unterschieden z.B. in Meinungen oder Weltanschauungen herrühren. Das ist aber ein fortlaufender Entwicklungsprozess - sozusagen die Evolution in der Kunst. Quantensprünge sind da eher selten. So ziemliche jede Stilrichtung ist aus einer anderen hervorgegangen.

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Gast







BeitragVerfasst: Di Nov 15, 2005 10:18 am  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

ich will nicht, dass das jetzt fies klingt, aber ich bin davon ausgegangen, dass ich in einem künstlerforum nicht erwähnen muss, dass sich künstler gern mal zusammenschließen..."gemeinsam gegen den rest der welt"Smile
ähm..ja aber gut der vollständigkeit halber. hätte ich vielleicht doch zufügen sollen.
letztendlich muss jeder künstler, wie gesagt, eine brücke zwischen realität und eigener vorstellung erbringen. das meinte ich damit.
na aber grundsätzlich bin ich deiner meinung.

ich mag aber deinen kommentar, über mir..also ...vor meinem 1. Smile
nur joseph boys kann ich nicht ganz zustimmen. ich finde zwar, dass alle menschen etwas zu sagen haben - aber nicht jeder kann es so künstlerisch ausdrücken. so sehe ich das. deshalb hat kunst auch was - für mich jedenfalls - mit philosophie zu tun.
ich betrachte die gendankenwelt oft als gegensätzliche Richtung zur logisch, analytischen der physiker und mathematiker. man schwebt auch irgendwo oben, aber in einem anderen oben.


  
Achim
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BeitragVerfasst: Di Nov 15, 2005 12:46 pm  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Zitat:
...man schwebt auch irgendwo oben, aber in einem anderen oben..

Das finde ich ist eine wirklich gute Aussage.
und wurde unter Zitate mit aufgenommen
http://forum.kuenstlerwelten.org/ftopic295.html

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BeitragVerfasst: Di Nov 15, 2005 4:27 pm  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

hihi JUHU;)...wenigstens eine gute nachricht heute.


  
Sirima
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BeitragVerfasst: Mi Nov 16, 2005 7:50 pm  Titel:  vielleicht passt es zum Thema... Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Wenn sich Leute zusammenschließen, um eine gleiche Aufgabe umzusetzen, ist interessant, wie viele eine Idee aufgreifen und umsetzen und auf welche Art und Weise umgesetzt wird. Jeder ist anders und doch haben sie etwas gemeinsam.
Ich hab dazu ein Beispiel anzubieten:
In meinem Kunstkurs Klasse neun (Real- und Hauptschüler gemischt) stellte ich die Aufgabe, Details verschidener Stilepochen zu komponieren und a la Feininger zu kristallisieren. vorher haben wir noch mal von griechischen Tempeln über gotische Kirchen bis zu Renaissanceschlössern ein paar Bilder angesehen, um uns das nochmal ins Gedächtnis zu rufen, ein paar Bilder vom Feininger angesehen und herausgefunden, was unter kristallisieren zu verstehen wäre... dann hab ich ein Beispiel vorn hingehängt... und los ging es.
Die Ergebnisse sind in der Schülergalerie unserer Schule anzusehen... ich hab sie gerade hochgeladen Wink
http://www.sekzoeschen.de/KK9.htm


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Wassermann Geschlecht:Weiblich Ziege OfflinePersönliche Galerie von SirimaBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenWebsite dieses Benutzers besuchen
Peter Kalb
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BeitragVerfasst: Di Okt 24, 2006 4:25 pm  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ich möchte hier mal einige Gedanken zu Stilrichtung und Einordnung eines Künstlers zum Besten geben, da mich das Thema schon länger beschäftigt.
Ich denke es kommt sehr darauf an, wie man selbst Kunst interpretiert. Für mich ist Kunst eine Grenzüberschreitung auf emotionalem Gebiet. Das heißt, mein Auftrag lautet: "Male ein Bild wie noch nie ein Mensch zuvor". Wo sollte ich diese Kunst einordnen? Das Werk selbst wehrt sich gegen eine Einordnung in bestehende Strukturen. Ich kann gerade noch sagen, daß meine Skulpturen Abstraktionen sind, aber der Kunststil, dem sie zuzuordnen sind, muß erst noch erfunden werden. Manche behaupten sie gehören der Konkreten Kunst an, von der jedoch behauptet wird, sie habe keinen Inhalt, sondern schöpft nur die formalen Möglichkeiten aus. Deshalb kann ich sie auch da nicht einordnen, denn ihr Inhalt ist das Entscheidende. Bisher ist es mir noch nicht gelungen mein Werk einzuordnen und für mich, mit meiner Ansicht was einen Künstler ausmacht, ist das schon wieder genial. Und da beuge ich mein Haupt auch nicht vor dem Kommerz, denn gekauft wird Kunst immer, wenn sie Menschen anspricht. Vielleicht habe ich deshalb für meine Kunst einen Weg außerhalb der Galerie gewählt, damit man sich diesen "Unterordnungen" entziehen kann Smile

Gruß Gisela & Peter

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virginia
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BeitragVerfasst: Di Apr 24, 2007 11:04 am  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Peter Kalb hat folgendes geschrieben:
... denn gekauft wird Kunst immer, wenn sie Menschen anspricht.


diesen satz möchte ich nicht ganz unwidersprochen stehen lassen.

auch kunst, die gefällt, wird nicht immer gekauf, da -
1. der künstler vielleicht noch zu wenig bekannt ist
2. die kaufinteressierten den preis zu hoch finden
3. ein riesen-überangebot an vergleichbaren mit minderer qualität und günstigeren preisen am markt besteht
4. "schöne" kunst nicht immer begehrenswert sein muss - weil schönheit die tendenz hat, moden unterworfen zu sein - und generell zu vergehen "vanitas".

auch kunst, die nicht primär "gefällt", also nicht den gängigen ästhetischen ansprüchen entsprich, wird gekauft, weil sie entweder
1. von einem bekannten künster gemacht wurde
2. einen sammlerwert darstellt
3. einen intellektuellen hintergrund hat, der nicht unbedingt schön oder ansprechend sein muss
etc. etc.

da der kunstbegriff sehr weit gefasst ist, und kunst sich nicht immer den gesetzen von moden, zeitströmungen etc. gehorcht, wird bei vielen arbeiten der wert auch erst lange nach dem zeitpunkt ihrer entstehung erkannt - und dementsprechend honoriert. manche kunstschaffende verbringen somit fast ein ganzes leben in relativer armut, obwohl die qualität ihrer werke unbestritten ist - und erst wenn sich der markt oder die öffentlichkeit an diese arbeiten "gewöhnt" hat, mit ihnen "leben" kann, kommt der erfolg in form von verkäufen.

gruss virginia


 Geschlecht:Weiblich  OfflinePersönliche Galerie von virginiaBenutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden
Achim
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BeitragVerfasst: Di Apr 24, 2007 5:11 pm  Titel:  (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@virginia
Also ich hab die Erfahrung gemacht, daß es im Prinzip für fast jede Art von Kunst Käufer gibt.
Der erzielbare Preis ist allerdings eine völlig andere Seite.

Ich denke, daß es auch auf die Einzigartigkeit der Kunst ankommt.

Einfach ist es heute nicht, da geb ich dir Recht,
Zumindest wenn man es nicht über Schüler von Prof.Dr.Artist und einem um xx% des Verkaufswertes reicheren Manager macht.etc

Ich sehe es heute so, daß es durchaus viele Menschen gibt, welche Geld für Kunst ausgeben, nur eben nicht für etwas normales, oder für "Kunstwerke", welche selbst der größte Diletant ohne Probleme selbst machen könnte.
Sowas hab ich z.B. vor kurzem in Stuttgart in einer Galerie gesehen.
und der wollte dafür über 10000€ naja der Künstler ist schon tot, der macht sowas nicht wieder, aber ein paar krakelig gemalte Bleistiftstriche(glaub so 6 bis Cool auf weisem Papier ???

Wobei solch entartete Kunst natürlich völlige Unperfektion wieder gibt. Somit also schon wieder ein Käuferkreis dafür da ist, nähmlich solche wo keinerlei Perfektion in ihrem Umfeld dulden können und somit ...

Dekadente, Extro-, Intro-, Pervertierte Gesellschaft und die Kunst ist ein Spiegel
wären da sicher die richtigen Gedanken.

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